Der Eisenbahnfrachtverkehr wird gegenwärtig mit zahlreichen Anpassungen begleitet, die mit dem fortschreitenden Liberalisierungsprozess im Zusammenhang stehen. Die Stellung der Eigentümer der Eisenbahnwagen erfuhr wesentliche Änderungen, wobei sich dies auch auf ein zunehmendes Interesse für die Überwachung der Eisenbahnwagen und der während der Fracht mit dem Wagen umzusetzenden Tätigkeiten auswirkte. Zu den Vorkämpfern auf der Suche nach einschlägigen geeigneten Lösungen zählt die JERID aus Olmütz. In ihrem neuesten Angebot findet man ein intelligentes Überwachungssystem - das SIMON-System, wodurch die Eisenbahnwagen- und die Containerüberwachung dem Benutzer in Form einer Webanwendung in den Ländern der ehemaligen Gemeinschaft der unabhängigen Staaten (GUS) und in den baltischen Ländern bzw. die Überwachung anhand eines GPS-Satellitensystems ermöglicht werden.
Die Überwachungssysteme für die Eisenbahnwagen werden in Europa im Grund seit Anfang der Implementierung der Rechnungstechnik entwickelt. Bis vor Kurzem wurden sie jedoch lediglich auf die Tätigkeit einer konkreten Bahn bezogen. Gegenwärtig bemühen sich die Eisenbahnunternehmen eine Zusammenarbeit auch im Bereich eines umfassenderen und beschleunigten Datenwechsels zu entwickeln, wodurch die grundlegenden Voraussetzungen für die Überwachung der Eisenbahnwagen aus einem Ort geschaffen werden, obwohl sich ein solcher Wagen im Eisenbahnnetz in verschiedenen Ländern bewegt. Nach wie vor gibt es jedoch große Schwachstellen, die dem Eigentümer eines solchen Eisenbahnwagens bzw. dem Eigentümer einer Fracht nicht erlauben, die erforderlichen Informationen innerhalb eines hinreichend kurzen Zeitraums zu sammeln. Sämtliche damit verbundenen Probleme lassen sich im Grund in zwei grundlegende Gruppen einteilen.
Die erste Gruppe hängt mit dem Bestehen mancher großen Eisenbahnunternehmen, die bisher über kein Überwachungssystem sowohl für die Eisenbahnwagen als auch für die Züge verfügen, zusammen. Die zweite problematische Gruppe ergibt sich daraus, dass die einzelnen Überwachungssysteme mancher Bahnen miteinander im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit nicht verbunden sind. In diesem Zusammenhang kann man auch von einer selbständigen Untergruppe sprechen, deren Gegenstand die Probleme bilden, die mit der Überwachung der Eisenbahnwagen und der Frachten in einem Eisenbahnnetz mit einer Spur von 1 520 mm verbunden sind.
Die vorstehenden Probleme werden zum Beispiel anhand von Systemen gelöst, die auf die Überwachung der Eisenbahnwagen und der Container in den ehemaligen Ländern der Gemeinschaft der unabhängigen Staaten und in den baltischen Ländern abzielen und die auf einer Zusammenarbeit mit den Datenzentren mancher Bahnen, die auf dem spezifizierten Gebiet agieren, basieren. Durch die vorstehenden Systeme wird es ermöglicht entweder eine einmalige Antwort über die Lage des jeweiligen Eisenbahnwagens bzw. des Containers anhand einer automatisch generierten Frage zu erhalten oder die regelmäßige Zusendung von Informationen während der gesamten Fracht bzw. des gewählten Zeitabschnitts zu starten. Die Systembedienung ist wegen dem Eingabemonitor außerordentlichen benutzerfreundlich und erfordert lediglich einige Grundinformationen. Die Abbildung von sämtlichen Antworten erfolgt dann auf der Eisenbahnkarte und in der Historientabelle.
Eine andere Möglichkeit bilden die Lösungen, die von der Nutzung eines Satellitennavigationssystems anhand von elektronischen Überwachungseinheiten, die zum Eisenbahnwagen befestigt werden und die über deren Lage in den im voraus definierten Zeitabständen berichten, ausgehen. Durch die vorstehende Lösung werden die Raumbarrieren behoben und es wird ermöglicht, die Bewegung des Wagens quer das ganze Europa zu verfolgen.
Die JERID bietet ihren Kunden das gemeinsame SIMON-System. Es handelt sich im Grunde um ein Bedienungsgerät für beide vorstehenden Typen der Überwachungssysteme. Durch das intelligente Überwachungssystem wird dem Benutzer ermöglicht sowohl die aus den verschiedenen Bahnverwaltungssystemen gewonnenen Informationen als auch die mittels von elektronischen Überwachungseinheiten gewonnen Informationen zu nutzen. Die Umsetzung der Systembedienung und -verwaltung erfolgt einfach durch den Webbrowser, wobei jeder Kunde ein Zertifikat erhält, das für die Verifizierung und eine sichere Systemanmeldung vorgesehen wird.
Das Gesamtsystem bietet drei Funktionen: die Auflistung und die Verwaltung der zu überwachenden Objekte, die Abbildung der aktuellen Objektlage und das Suchen in der Verkehrshistorie. Die jeweiligen Lagen werden in einer detaillierten Eisenbahnkarte einschließlich einer tabellarischen Name- und Nummernauflistung der nächsten Bahnstation gemeinsam mit dem Datum und dem Zeitpunkt der jeweiligen Lageinformation dargestellt. In Abhängigkeit vom Überwachungstyp werden in Hinblick auf die einzelnen Lagen ergänzend Informationen bereitgestellt, z. B. ob sich der Wagen im Augenblick des Nachrichtenversands bewegt bzw. stehen bleibt und ggf. Informationen über die Batteriespannung der Überwachungseinheit. Bei der Überwachung in den ehemaligen Ländern der Gemeinschaft der unabhängigen Staaten und der baltischen Länder sind darüber hinaus die Informationen über die Zugnummer und das Zugsindex, über das Frachtgewicht und den Frachttyp, über die Nummer und den Namen der Versandstation und über den Bestimmungsbahnhof verfügbar.
Der Artikel wurde in der Zeitschrift "Železničná revue" Nr. 3, Juli 2008 in der slowakischen Sprache veröffentlicht. Die Übersetzung bieten wir Ihnen an.